Mittwoch, 25. April 2012

Ich hab da was am Ohr...


Manchmal bin ich eitel. Manchmal. Nicht eitel im direkten Sinne von eitel. Nein, eher im Sinne von aufmerksam. Aufmerksam darauf, wie ich etwas einsetze. Und wozu ich dieses etwas einsetze. Nach gewissen Regeln. Verwirrt? Kann ich verstehen.
Also noch mal ganz langsam der Reihe nach. In diesem Blog geht es bekanntermaßen darum, die „Kleinigkeiten“ unseres täglichen Lebens, unserer Umwelt näher zu beleuchten. Accessoires sind solche Kleinigkeiten. Sie setzen gekonnt Akzente, spielen mit dem zu schmückenden Objekt (oder auch Subjekt) und runden etwas ab, das man zuvor irgendwie als unfertig ansieht. Sie werden nicht immer bemerkt, sind aber dennoch da. Sie halten sich dezent im Hintergrund oder rücken sich auffällig hervor ins Rampenlicht. Und ich liebe sie, diese kleinen wundervollen Extras. Denn sie sind mehr als nur schmückendes Beiwerk. Nun, diese Erkenntnis ist nicht neu und wird Tag für Tag von unzähligen Menschen zelebriert. Insofern bin ich keine Ausnahme, nur Eine unter vielen. Jetzt ist sicherlich klar, worauf ich hinaus will. Aber nein, ich schreibe hier keinen Modeblog. In diesen Bereich möchte ich mich auch gar nicht einklinken. Auch wenn sich mein heutiger Beitrag dort ansiedeln wird. Hier geht es um einen kleinen Tick meinerseits: Ohrringe! Ich liebe sie.

Superlative sind hier angebracht, ich übertreibe nicht. Seit frühester Kindheit begleiten sie mich. Damals noch in Form meiner kleinen heißgeliebten Marienkäfer-Ohrstecker. Die mussten Tag und Nacht meine treuen Begleiter spielen. Manchmal waren wir uns wohl auch nicht ganz grün.

Das mündete darin, dass sie sich dann des Nachts mit meinem Kopfkissen verbündeten. Ja ganz genau, verbündeten. Mehr als einmal bin ich dann spätabends zu meinen Eltern gerannt, um ihnen meinen ganz besonderen, unfreiwillig angelegten Kopfschmuck zu präsentieren: Ein großes Kopfkissen, das am kleinen Ohrstecker hängt. Und dieser wiederum natürlich noch am kleinen Kinderkopf. Das Bündnis zwischen Kopfkissen und Ohrstecker konnte stets getrennt werden. Traumatisiert hat es mich auch nicht. Ich liebe Ohrschmuck mehr denn je, trage ihn täglich (vorsichtshalber lege ich ihn aber vor dem Schlafengehen ab) und kombiniere ihn mit meiner Kleidung. So besitze ich heute viele bunte Paare Ohrstecker, Ohrringe oder Creolen. Mir macht es Spaß, sie farblich mit meiner Garderobe abzustimmen. Gestern auf einem Konzert hab ich so zum Beispiel seit Langem mal wieder meine tollen gelben Creolen getragen. Und sie mussten sich nicht einsam fühlen, sie waren mit meinen gelben Sneakers in bester Gesellschaft. Nicht jedem fallen solche Kleinigkeiten auf. Mir schon. Je nach Laune und Gemütslage bevorzuge ich ab und an ein bestimmtes Paar des glänzenden Beiwerks. Aber irgendwie achte ich bereits unbewusst darauf, ob genau dieses Paar nun zu mir passt oder eben nicht. Doch ich liebe die Abwechslung, kombiniere selbst verschiedene Ohrstecker miteinander, wenn sie in meinen Augen ein harmonisches Pärchen abgeben. Und wie gesagt, sie müssen auch gar nicht unbedingt auffallen. Sie sollen schließlich das i-Tüpfelchen bilden. Und das geht selbst mit winzig kleinen Steckern. 

Kommentare:

  1. ...und den einen oder anderen erkenn ich sogar wieder :)

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    1. ;) Kann ich mir jetzt gar nicht erklären.

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