Mittwoch, 10. April 2013

Frühling, da biste ja!

Lang hat er auf sich warten lassen, aber jetzt krabbelt er langsam aus seinem Winterverlies: der Frühling. Vor zwei Tagen haben wir Bekanntschaft mit den ersten Krokussen in diesem Jahr gemacht, die uns auf dem Nachhauseweg auf einer Wiese anlachten. In Berlin hingegen bringt der Frühling ganz skurrile Frühlingsknospen ans Tageslicht.


Da geht man am Urbanhafen in Kreuzberg spazieren und sieht plötzlich Bücher, Kuscheltiere, Windlichter und vieles mehr an einem Baum funkeln. Einen Moment, bitte! Träume ich? Nein, das hängt da wirklich. Zum Beweis haben wir Fotos für euch. Das glaubt doch sonst niemand. Wer würde denn schon …?

Liebe Leute, diese Frage brauchen wir uns an dieser Stelle nicht stellen. Wir sind in Berlin. Da ist schließlich nichts unmöglich, nicht mal eine an einem kahlen Laubbaum baumelnde Schallplatte. Ostereier an Sträucher und Bäume zu hängen, wäre inzwischen eh längst überholt. Schließlich haben wir das Osterfest bereits hinter uns. An dieser Stelle ruft sich mir ein Slogan ins Gedächtnis, mit dem ein bekanntes Berliner Stadtmagazin im vergangenen Jahr eine Werbekampagne startete: 



Das ist so Berlin.

Aber vielleicht hängt da auch ein Hauch Schweden in der Luft. Dort ist es zur Osterzeit nämlich üblich, Birkenzweige mit Federn zu schmücken. So findet man im Frühling in schwedischen Vorgärten häufig knallbunt gefärbte Federn an Ästen hängen, die wie auch unser Berliner Baum ein wirklicher Hingucker sind. Hoffen wir also, dass der Berliner Baum nicht neidisch wird, weil er keinen so federleichten Schmuck wie seine schwedischen Kollegen tragen darf, sondern mit Büchern, Windlichtern und Co. in diesen Tagen eine schwerere Last aufgebrummt bekommen hat. 


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